Samstag, 12. November 2011

SPUREN

Noch habe ich mich nicht an meinen Werktisch gesetzt, obwohl er heute wunderbar sonnenbeleuchtet ist. Dafür habe ich mich mit einem Neuzugang beschäftigt.
Ich gestehe: ich habe eine innige Beziehung zu Werkzeug, insbesondere zu altem. Diese Schätze hat mir gestern eine Kollegin zukommen lassen.

Die Nützlichkeit des Werkzeugs ist das eine. Die muss ich bei den Sägen per mühsamer Zahnpflege und Oberflächenbehandlung erst wieder herstellen. In der Kiste ist darüber hinaus noch einiges, das für das Schmieden und Metallbearbeiten wirklich geeignet ist und nur geringe Renovierungsforderung stellt.

Vor allem aber faszinieren mich die Schönheit und die Gebrauchsspuren an dem Werkzeug.
Wenn ich es vor Augen habe - oder gar in der Hand - dann gleicht das einer Zeitreise. Auf die ich von gezuckerter Kondensmilch begleitet werde. 

Bin noch nicht sicher, ob ich den Neuzugang seinem ursprünglichen Zweck zuführe, oder ihn doch lieber in irgendeiner Form ausstellend zusammenfüge. Ich werde sehen. Zu tragbarem Schmuck ist er ja nicht wirklich geeignet.
Die Messingringerl an ihren Pratzerln, die sich so nett in der Kunststoffschachtel spiegeln, werden mir zudem guten Dienst bei der Präsentation meiner stilisierten Schmuckbüsten leisten.

Danke, liebe Kollegin, für diese Gabe. Ich freue mich darüber und lege jetzt beschwingt Hand an die nächsten Werkstücke.

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