Sonntag, 20. November 2011

AUFBAUEND

Der "25. Freilassinger Kunsthandwerksmarkt" ist zu Ende und ich bin wohlgelaunt nach Hause zurückgekehrt.

Die "Linea Etno" von SUGOSALZBURG
Zwar hatte ich auch am Sonntag nur sehr beschränkt Zeit, andere Stände zu besichtigen, aber ein paar Bilder konnte ich - wie in diesem und im letzten Post vor Augen geführt - doch machen. Diese belegen, dass dieser Markt so klein und fein war, wie ich es in Aussicht gestellt habe.

Textiles aus Walk, Loden und Filz (Gertraud Kapfinger, Kirchbichl)

Naja, sooo klein auch wieder nicht. Die auf drei Etagen gezeigte Auswahl umfasste (von einigen kleinen Mädchen mit Ausdauer und sichtbarer Gaude in Trab gesetzte) Stoff-Steckenpferde ebenso wie Adventschmuck, Gefilztes und Gestricktes, Hüte und Kappen, Keramiken, Hinterglasbilder, Holz und Stein, Schmuck der unterschiedlichsten Stilrichtungen und, und, und.

Den Rahmen für die Jonglage bilden die Stände von Michael Thomae (Hüte, Elixhausen) und Petra Grasmann und Sabine Falkenberg (Steckenpferde aus Stoff)
À propos Steckenpferd: Frauen, die ihre Hobbyarbeiten feilboten, waren ebenso vertreten wie hauptberufliche KunsthandwerkerInnen. Ein buntes Sammelsurium mit Charme und liebenswürdigem Umgang untereinander, umspielt von Musik der Schülerinnen der Musikschule Freilassing. Mit Märchenlesung und märchenhaften Torten und Kuchen, von begnadeten Frauen hergestellt und von der Bergwacht Freilassing verkauft.

So frisch sich die Ohrgehänge gehalten haben - dem Bambus hat die wohlige Wärme im Freilassinger Rathaus kräftig zugesetzt.
Der Grund für meine gute Laune ist aber auch auf eine Vielzahl von ausgesprochen netten und lustigen Kontakten zu MarktbesucherInnen zurückzuführen. Von einem ca. 6jährigen Buben angefangen, der sich eingehend mit meinem Schmuck beschäftigt und durch seine Sicht bei mir neue Erkenntnisse provoziert hat, bis zu einer sehr alten Dame, die bedauerte, eine Kette nicht schon vor 50 Jahren gesehen zu haben. Und all die anregenden Gespräche mit Menschen im Alter dazwischen - sie waren vergnüglich und wohltuend.

Gründlich recherchiertes Hintergründliches, kompakt angeboten

Eine interessante Bestätigung meiner bisherigen Erfahrungen habe ich dieses Wochenende ebenfalls bekommen. Die von mir zusammengestellten Mappen mit umfangreichem Material über die Geschichte des Schmucks und mit eingehenden Erörterungen über Produktion und Verwendung von Glasperlen über die Jahrtausende wurden auch in Freilassing ausschließlich von Männern angeschaut. Soviel ich gesehen habe, war es nicht nur ein Vertreib der Wartezeit auf probierende Frauen, sondern ich unterstelle einigen Männern durchaus Interesse. Ich werde mein Forschungsprojekt bei den nächsten Märkten weiterführen.

Reinhilde Rapp (Obernzell bei Passau) mit ihren aberwitzigen Goblin-Taschen und der genialen Kopfbedeckung, hier auch als Schal getragen.
Dass die Atmosphäre so wohlig und heiter und keine Spur von der vielen dahinter steckenden Arbeit zu spüren war, die von den Mitgliedern des Kulturvereins Freilassing geleistet wurde, ist sicher der Umsicht und dem beeindruckenden Organisationstalent von Edith Karnowski und Tinette Laudien zu verdanken. 

Wenn ich schon beim Verdanken bin, möchte ich mich noch einmal bei den Helping Hands bedanken, die mir den Abbau geradezu zum Vergnügen gemacht haben. Drei flotte HelferInnen - davon kann man nur träumen, wenn man - müde vom Markt - vor der Herausforderung des Abbaus steht. 
Dieser Abbau war aufbauend! Ich wollte, ich könnte meine Dreierpartie für die nächsten Märkte buchen.

Aufbauender Abbau in Windeseile dank 6 zusätzlicher Hände.
Jetzt aber muss ich mich an das Auspacken der zahlreichen Kisten machen, damit meine Werkstatt wieder benutzbar wird. Damit beginnt zugleich der nächste Aufbau, denn am 1. Dezember-Wochenende öffne ich die Werkstatt für Interessierte. Eine detaillierte Einladung folgt demnächst an dieser Stelle.

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