Dienstag, 15. November 2011

GRÜNE WELLE

Von meinem Woll-Experiment bin ich zu den Beads aus Ghana zurückgekehrt und habe mich sowohl der Recycling-Beads (rund und röhrchenförmig), als auch einem besonders kunstvollen Gebilde aus Bronzeguss angenommen.
GRÜNE WELLE
Diese Metall-Beads werden im Wachsausschmelzverfahren hergestellt, bei dem zuerst ein Modell aus Wachs gefertigt wird, das dann mit Ton ummantelt wird. Nach dem Trocknen wird das Tonmodell erhitzt, bis das Wachs ausgelaufen oder verbrannt ist. Dadurch etsteht eine hohle Form, in die das flüssige Metall gegossen wird. Nach dem Erstarren wird die Tonform zerschlagen.
UMWICKELN DER GRUNDFORM AUS LEHM-HOLZKOHLE-GEMISCH MIT EINEM WACHSFADEN UND DAS ZERSCHLAGEN DER TONFORM
Da das Modell nur einmal verwendet werden kann, wird diese Technik "Guß in der verlorenen Form" oder "Cire perdue"-Verfahren genannt. Letzteres, weil das verwendete Wachs "verloren" geht.
EIN TEIL MEINES SCHATZES, DARUNTER AUCH MESSESCHMIEDEARBEIT DER FULANI
Für den Gelbguss wird eine Bronze-Messing-Legierung verwendet, die vorwiegend aus Altmetallen gewonnen wird. Sie besteht zu ca. 80% aus Kupfer, der Rest ist Zinn und Zink. Je nach Mischungsverhältnis sind die Beads goldgelb bis bronzefarben.
Dieses Kunsthandwerk auf höchster Stufe wird auch in Ghana von immer weniger Menschen beherrscht. Es ist zu hoffen, dass die Nachfrage wächst und dadurch die Lebensgrundlage für immer mehr Kunsthandwerker entsteht.

Ich liebe es, diese Beads in ihrer Individualität genau zu betrachten und sie zu verarbeiten.

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